Presse: April 15 (Teil 1)

–> April 2015 Teil 2 findet sich hier! KLICK <–

12.4.

Der Tod zweiter Klasse im Pflegeheim

Gesundheitsminister Gröhe will medizinische und pflegerische Hilfen am Lebensende verbessern. Experten kritisieren, dass er zu wenig für Heimbewohner tue. Das kann Folgen für die Sterbehilfe haben. …

Auch die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hält Gröhes Pläne für die Sterbebegleitung in Heimen für unzureichend: Die pflegerische Betreuung komme zu kurz.

Aufgegriffen wird diese Kritik von den Grünen, deren Bundestagsfraktion einen eigenen Antrag zur „Versorgung am Lebensende“ formuliert hat und darin fordert, dass Heime mehr Personal für die angemessene Betreuung der Sterbenden einsetzen und abrechnen können.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article139431351/Der-Tod-zweiter-Klasse-im-Pflegeheim.html

[siehe dazu auch 8.4. Stiftung Patientenschutz (Stellungnahme)]

11.4.

Statt besser, läuft es beim Pflegedienst des Kreisverbands Jeverland des Deutschen Roten Kreuzes offenbar immer schlechter: Fast alle der Pflegefachkräfte haben inzwischen gekündigt und auch mehrere Pflegekunden sind zu anderen Pflegediensten gewechselt oder erwägen diesen Schritt.

http://www.nwzonline.de/friesland/wirtschaft/fast-alle-pflegekraefte-haben-gekuendigt-fast-alle-pflegekraefte-haben-gekuendigt_a_26,0,1271658719.html

10.4.

Vivantes will beim Personal sparen

Schwarze Zahlen schreibt der Klinikkonzern Vivantes. Einen Überschuss von knapp 8 Millionen Euro erzielte er 2014. In diesem und in den nächsten Jahren will sich Vivantes vor allem um die Senkung der Personalkosten kümmern.

http://www.gesundheitsstadt-berlin.de/vivantes-will-beim-personal-sparen-6105/

10.4.

Experten betonen: Die große Mehrheit der Krankenhausinfektionen wird nicht von multiresistenten Bakterien ausgelöst, sondern durch sensible Keime – also durch solche, gegen die Antibiotika wirken. Auch hier existieren nur Schätzungen, wie viele Todesfälle insgesamt durch Krankenhauskeime verursacht werden – und sie gehen weit auseinander. Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) setzt die Zahl der jährlichen Todesfälle bei bis zu 30.000 an; die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) dagegen rechnet mit 2000 bis 4500 Patienten.

In Deutschland kann jedes Krankenhaus selbst darüber entscheiden, wie es vorbeugt. In der Diskussion ums Screening schauen die Befürworter gern auf die Niederlande. Dort wird jeder Patient gescreent, der zu einer Risikogruppe gehört, wie Friedrich erklärt. Als Risikogruppe gelten dort auch Patienten aus deutschen Krankenhäusern.

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/antibiotika-tausende-todesfaelle-durch-resistente-keime-a-1027947.html

9.4.

Düsseldorf

VRE-Keim in Frühchenstation

Es geht um eine Lücke von ungefähr eineinhalb Wochen zwischen dem ersten Nachweis des VRE-Keims an zwei Frühchen und der Erkenntnis an der Klinik, dass es sich tatsächlich um einen „Infektions-Ausbruch“ handelte, wie ihn das Infektionsschutzgesetz in Deutschland definiert. Hätte die Klinik bereits ab dem 5. März keine Patienten mehr neu aufnehmen dürfen, wie sie es erst Mitte März für ein paar Tage tat?
http://www.derwesten.de/staedte/duesseldorf/vre-keim-in-fruehchenstation-tueckische-luecke-bei-bekaempfung-id10540371.html#plx45498399

–> dazu weitere Infos: http://www.derwesten.de/staedte/duesseldorf/keim-bei-fruehchen-klinik-raeumt-kommunikationsfehler-ein-id10536794.html

9.4.

(Streik: siehe 1.4.)

Tarifeinigung

7,4 Prozent mehr Lohn für Pflegende

Ein ordentlicher Lohn- und Gehaltsanstieg erwartet die 700 pflegerischen Mitarbeiter des Städtischen Klinikums in Brandenburg an der Havel. Im Tarifstreit mit der Gewerkschaft Verdi bietet das Klinikum über zwei Jahre gestaffelt insgesamt einen Vergütungsanstieg von 7,4 Prozent an.

http://www.maz-online.de/Lokales/Brandenburg-Havel/7-4-Prozent-mehr-Lohn-fuer-Pflegende

9.4.

Techniker Krankenkasse fordert mehr Hygiene in Berliner Kliniken

„Keime machen nicht an Kliniktüren Halt“, sagte Hertzer. „Damit die Zahl der Infektionen wirksam eingedämmt werden kann, müssen alle Einrichtungen im Gesundheitswesen einbezogen werden.“ So ließen sich Verbreitungswege besser nachvollziehen. Die Gesellschaft für Krankenhaushygiene hatte 2012 geschätzt, in Berlin gebe es 36 000 vermeidbare Infektionen mit Klinikkeimen im Jahr. Schätzungen zufolge sterben bundesweit zehntausende Patienten an Klinikinfektionen. Genaue Zahlen fehlen. Experten prangern seit Jahren die dünne Datenbasis an.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/keime-in-krankenhaeusern-techniker-krankenkasse-fordert-mehr-hygiene-in-berliner-kliniken/11611050.html

8.4.
In deutschen Pflegeheimen leben ca. 764.000 Menschen.
Eine Sterbestatistik nach Sterbeorten fehlt. Aus den Angaben zur Verweildauerin Pflegeheimen kann abgeleitet werden, dass dort jährlich ca. 340.000 Menschen sterben. … Während die Sozialkassen für einen Platz im Hospiz ca. 6.500 Euro im Monat zur Verfügung stellen, liegt dieser Betrag für Pflegeheime bei maximal 1.612 Euro … Für einen Hospizplatz wenden die Sozialkassen demnach jeden Monat knapp 5.000 EUR mehr als für einen Pflegeheimplatz mit Pflegestufe III auf. Die Bedürfnisse der schwerstkranken und sterbenden Menschen sind aber identisch. Ein Wechsel vom Pflegeheim in ein stationäres Hospiz ist laut § 2 Abs. 3 der Rahmenvereinbarung zu § 39a Abs. 1 SGB V nur in engen Ausnahmefällen möglich.
https://www.stiftung-patientenschutz.de/uploads/Stellungnahme_Hospiz-Palliativ-Gesetz_2015.pdf

8.4.

Sparen am Personal

Acht Millionen Euro Gewinn erwirtschaftete der Berliner Krankenhauskonzern Vivantes im Jahr 2014. Das ist in etwa so viel oder wenig wie im Jahr zuvor. Künftig will Vivantes noch mehr Geld beim Personal einsparen – durch die Gründung von Tochtergesellschaften.

http://www.rbb-online.de/wirtschaft/beitrag/2015/04/berliner-krankenhauskonzern-vivantes-stellt-jahresbilanz-vor.html

7.4.

Düsseldorf. Im Florence-Nightingale-Krankenhaus in Kaiserswerth ist der gefährliche VRE-Keim auf der Frühchen-Station festgestellt worden. Bei 13 Kindern konnte der Keim nachgewiesen werden, zwei Kinder wurden infiziert

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/duesseldorf-13-babys-mit-vre-keim-infiziert-aid-1.4996319

2.4.

Pflegekräfte schlagen Alarm

Auf einer Station für innere Medizin des Bietigheimer Krankenhauses arbeiten Schwestern und Pfleger offensichtlich bis zur Erschöpfung. Jetzt haben sie der Klinikenleitung ein Ultimatum gesetzt.

http://www.lkz.de/lokales/stadt-kreis-ludwigsburg_artikel,-Pflegekraefte-schlagen-Alarm-_arid,282454.html

2.4.

Während in den saarländischen Krankenhäusern künftig weitreichende Maßnahmen gegen multiresistente Keime ergriffen werden sollen, wird die Umsetzung von entsprechenden Schutzmaßnahmen in der Altenpflege weiter verzögert.

„Zum Abschluss entsprechender Vergütungsvereinbarungen, durch die die Finanzierung von Schutzkleidung für die Behandlung von MRSA-Patienten gesichert würde, sind die Kassen bislang nicht bereit“

http://www.focus.de/gesundheit/diverses/gesundheitspolitik-pflege-bei-mrsa-nicht-alleinlassen-bpa-fordert-umsetzung-beim-kampf-gegen-multiresistente-keime_id_4587381.html

1.4.

(Ergebnis: Siehe 9.4.)

Lichter aus im Krankenhaus

Das Klinikum in Brandenburg/Havel läuft auf Sparflamme. Am Mittwoch streikt vor allem das Pflege- und OP-Personal für bessere Tarifkonditionen. Es gibt weniger Operationen. Die Befürchtung, der Notbetrieb könnte eingestellt werden, hat sich in letzter Sekunde nicht bestätigt. (…)

Erstes Angebot der Klinik unzureichend

Die Gewerkschaft Verdi fordert für die rund 900 Beschäftigten des Klinikums die Übernahme des Tarifabschlusses für den Öffentlichen Dienst aus dem Jahr 2014.

http://www.maz-online.de/Lokales/Brandenburg-Havel/Klinik-Brandenburg-Havel-streikt-am-Mittwoch-sichert-aber-Notbetrieb

1.4.

Personalmangel in der Pflege in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen

Das Gesundheitswesen befindet sich seit Jahren in einertiefgreifendenVeränderung der Versorgungsaufträge und der Versorgungslage (z.B verkürzte Liegezeiten. vermehrt blutige“ Entlassungen, zunehmend MRE-Nachweise, sehr hohes, sehr niedriges Alter), d.h. begrenzte finanzielle Ressourcen steheneiner verstärkten Inanspruchnahme medizinischer Leistungen gegenüber. …

So wurden durch den zunehmenden Abbau von Pflegekräften innerhalb der letzten Jahre laut DBfK über 50.000 Vollzeitstellen in den deutschen Krankenhäusern gestrichen. Dadurch wurden u.a. Hygienestrukturen und maßnahmen reduziert bzw. die Umsetzung z.B. von Hygienemaßnahmen konnte nicht mehr sichergestellt werden.

http://www.krankenhaushygiene.de/ccUpload/upload/files/2015_04_01_Personalmangel_Pflege.pdf

——

zum zweiten Teil April 2015 KLICK

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