Presse: April 15 – Teil 2

–> Teil 1 April 2015 findet sich hier! KLICK <–

30.4.

Die ehemalige Oberin der gemeinnützigen Schwesternschaft des DRK in Berlin, Heidi Schäfer-Frischmann, soll über mehrere Jahre ein Jahresgehalt von mehr als 500.000 Euro bezogen haben. (…)

Werner Hesse vom Paritätischen Wohlfahrtsverband erklärte, gute Gehälter für Führungskräfte bei Gemeinnützigen solle es nur geben, wenn die Basis auch gut verdiene. Krankenschwestern erhalten aber in der Regel nicht einmal 2000 Euro netto im Monat, obwohl sie Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste leisten. (…)

In den Grundsätzen der Schwesternschaft heißt es unter anderem: „Wir setzen vorhandene finanzielle Mittel zur optimalen Gestaltung der Vereinszwecke unter Beachtung der Gebote der Gemeinnützigkeit für alle notwendigen, insbesondere für investive Maßnahmen ein.“

http://www.morgenpost.de/berlin/article140365848/DRK-Schwesternschaft-will-Gehalt-ehemaliger-Oberin-pruefen.html

28.4.

[Osnabrück]

AWO schließt Altenheim am Schölerberg

(…)

Der Mangel an Fachkräften ist nach AWO-Angaben eine Ursache für den Niedergang des Hauses am Schölerberg. Von den 85 Plätzen sind nur 54 belegt, weil das Personal fehlt. Fachkräfte ziehen es im Zweifel vor, im benachbarten Nordrhein-Westfalen zu arbeiten, wo aufgrund der politischen Rahmenbedingungen deutlich höhere Löhne gezahlt werden.

(…)

Hinzu kommt der Investitionsstau. In das 1959 eröffnete Altenwohnzentrum müssten rund neun Millionen Euro investiert werden. Auch ein Abriss und Neubau sei erwogen worden, so AWO-Geschäftsführer Elsner. Eine Refinanzierung wäre aber bei keiner Variante in Sicht gewesen, zumal mit dem neuen Pflegegesetz die ambulanten Versorgungsstrukturen gestärkt würden.

http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/570161/awo-schliesst-altenheim-am-scholerberg-in-osnabruck

28.4.

Helios: Toter lag im Abstellraum

Wuppertal. Ein unaufgeräumter Raum mit einer Toilette, mehreren Toilettenwagen, einem Waschbecken, einer Dusche und abgestellten Matratzen – in einem Abstellraum fand Friedhelm Bong in der Nacht zum 15. April im Helios Klinikum Barmen seinen wenige Minuten zuvor verstorbenen 84-jährigen Schwiegervater vor.

https://www.wz-newsline.de/lokales/wuppertal/helios-toter-lag-im-abstellraum-1.1920325

27.4.

Arbeitskämpfe auch in anderen Kliniken

Am Montag streikten auch die Azubis der Vivantes-Tochter „Forum für Senioren“ und des Potsdamer Ernst-von-Bergmann-Klinikums. Sie fordern den vollen Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes. http://www.tagesspiegel.de/berlin/streik-an-der-charite-500-pflegekraefte-legen-arbeit-nieder/11697620.html

24.4.

[München] Bis auf eine Privatklinik melden alle Krankenhäuser Engpässe bei der Geburtshilfe. Demnach wurden 2014 insgesamt 600 bis 800 Frauen vor der Geburt und auch noch nach Einsetzen der Wehen in Kliniken abgewiesen. (…) Astrid Giesen, Vorsitzende des Bayerischen Hebammen Landesverbands (HBLV) hat beobachtet, dass in jüngster Zeit reihenweise Hebammen in großen Kliniken gekündigt hätten. Gleichzeitig hat die Zahl der freiberuflichen Hebammen in München deutlich zugenommen. Grund dafür sei vor allem die gestiegene Arbeitsbelastung in großen Kliniken bei geringer Bezahlung, so Giesen. (…) „Sie sind oft am Rande dessen, was sie leisten und verantworten können.“ Der Personalschlüssel sei veraltet und entspreche nicht mehr den aktuellen Anforderungen.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/engpaesse-in-der-geburtshilfe-mit-wehen-in-der-warteschlange-1.2450858

24.4.

Viele evangelische Diakonie- und Sozialstationen in Hessen arbeiten defizitär. Die Evangelische Kirche gründet deshalb einen neuen Träger, der für mehr Wirtschaftlichkeit sorgen soll. (…) Als Gründe für die Finanzprobleme nannte Schwindt unter anderem die Überalterung der Belegschaften in Diakoniestationen, die höhere Löhne mit sich bringe. Private Pflegedienste, die ihre Mitarbeiter schlechter bezahlten, sorgten außerdem für starke Konkurrenz; auch gehöre es zum Selbstverständnis der Diakonie, dass in der ambulanten Pflege Leistungen erbracht würden, die nicht mit den Sozialversicherungsträgern abgerechnet werden könnten.

http://www.fr-online.de/rhein-main/pflege-in-hessen-sozialstationen-machen-minus,1472796,30520254.html

24.4. [Österreich]

Wie berichtet, werden 74 Prozent der Bewohner medikamentös sediert oder ruhiggestellt. In Deutschland sind es 52 Prozent. (…) Gert Wiegele, Sprecher der niedergelassenen Ärzte, weiß von Beschwerden über „ruhiggestellte alte Menschen“ – und gibt den Volksanwälten „in der Sache recht: „Aber es gibt auch keinen Ersatz.“ Er glaubt an einen verantwortungsvollen Umgang der Ärzte mit dem „schwierigen Instrument Medikament“, sieht aber auch den „katastrophalen Personalschlüssel in Pflegeheimen“ sowie überforderte pflegende Angehörige.

http://www.kleinezeitung.at/k/kaernten/4715715/Pflegeheime_Genau-schauen-wo-es-schwarze-Schafe-gibt?from=rss

23.4.

Charitè Berlin ruft auf zum Warnstreik für mehr Personal –> am 27.+28.4.

Forderungen hier: http://pflegestreik.de/warnstreik-fuer-mehr-personal-an-der-charite/

[Wer soll das bezahlen? – Siehe Meldung vom 25.2. Charité erwirtschaftet Überschuss von 7,6 Mio Euro]

Mehr Hintergrundinformationen hier (taz-Artikel vom 23.4.) https://drive.google.com/file/d/0B5CIF-1BCPiVZTJCN2dSSGxjMUU/view?pli=1

23.4.

[Main-Taunus-Kreis]

Seniorenresidenz unter Beobachtung

Seit vor einigen Wochen Missstände in der Seniorenresidenz im Mühlenviertel bekannt wurden, wird die Altenpflegeeinrichtung engmaschig alle 14 Tage von der Heimaufsicht überprüft.

Weiter Aufnahmestopp

Die Überprüfung habe ergeben, dass sich die Lage in dem Haus stabilisiert hat. „Es gibt keine akuten pflegerischen Probleme“, fasst Velte mit wenigen Worten den Bericht der Prüfer zusammen. Hatte die Heimaufsicht vor einigen Wochen noch einen Mangel an Fachkräften beklagt, so sei nun festgestellt worden, dass die Personalabdeckung den Vorgaben des Versorgungsamtes entspreche. Der Aufnahmestopp, dem sich die Seniorenresidenz vor Wochen freiwillig unterzogen hatte, bestehe allerdings weiter, so Velte.

(siehe auch 31.3.)

http://www.fnp.de/lokales/main-taunus-kreis/Seniorenresidenz-unter-Beobachtung;art676,1367729

22.4.

[Brandenburg]

Pflegeschüler im Ausstand: Potsdamer Klinik verweigert sich Forderungen nach Tarifvertrag für Auszubildende.

Besonders sauer stößt den jungen Pflegerinnen auch die Verweigerungshaltung der Klinikleitung auf. Die bietet zwar eine Bezahlung nach dem TVAöD an – jedoch erst ab 2016. Für dieses Jahr sollen lediglich 90 Prozent dessen gezahlt werden, was im Tarifvertrag vorgesehen wäre.

https://www.jungewelt.de/2015/04-22/044.php?sstr=streik|klinik

21.4.

Die Nerven liegen blank im Krankenhaus, auch weil in den letzten Jahren viel Personal eingespart worden ist. Sicherheitsdienste statt Pflegepersonal. Kritiker halten das für den falschen Weg.

http://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/videos-und-manuskripte/gewalt-krankenhaeuser100.html

20.4.

Gewalt gegen Ärzte und Pfleger Hannover. Die niedersächsische Landesregierung ist entschlossen, notfalls über eine Bundesratsinitiative noch in diesem Jahr bessere finanzielle Rahmenbedingungen für Pflegekräfte zu erzwingen. (…) Als Konsequenz der schlechten Bedingungen, zu denen auch Faktoren wie eine zunehmende Arbeitsverdichtung und erzwungene Teilzeit zählten, verwiesen Weil und Rundt auf wachsende Probleme, Pflegekräfte in ihrem Job zu halten und junge Menschen für diesen Beruf zu gewinnen.

http://www.noz.de/deutschland-welt/niedersachsen/artikel/567273/pflege-land-will-losung-noch-im-sommer

16.4.

Pillen, die Senioren ruhigstellen sollen

Der Schlüssel zum Problem liegt beim Personal. Gibt es genügend Pflegekräfte, die viel Zeit haben, sich um die Patienten zu kümmern, braucht man Psychopharmaka nur, wenn sie medizinisch unbedingt notwendig sind. Spart die Heimleitung am Personal, fehlt den Pflegern die Zeit, sich um die Patienten zu kümmern. Dann gibt es Pillen.

http://www.aachener-zeitung.de/lokales/region/pillen-die-senioren-ruhigstellen-sollen-1.1069308#plx1672571781

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zum ersten Teil April 2015 KLICK

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