Presse: Juli 2015

–> Juli 2015 Teil 2 Hier KLICK <–

15.7.

Die Sanvartis GmbH, eine Tochterfirma der Düsseldorfer Vendus Sales & Communication Group, hat die Ausschreibung für die unabhängige Patienten- und Verbraucherberatung gewonnen.

Das Mutterunternehmen Vendus berät 25 Pharmaunternehmen, private Krankenhäuser, aber auch Unikliniken oder Ärztenetze.

Kann die Tochter da unabhängig informieren, Betroffene im Konflikt mit den Akteuren im Gesundheitswesen unterstützen? Das Sozialgesetzbuch verlangt genau dies.

Dem Spitzenverband der Krankenkassen fiel die Entscheidung leicht. Sanvartis war bisher offenbar im Sinn der Kassen tätig. Ihr Ziel für die nächsten Jahre: Ausgaben begrenzen, um keinen Zusatzbeitrag erheben zu müssen.

Massive Kritik üben auch Kammern und kassenärztliche Vereinigungen der Ärzte und Zahnärzte. Sie wittern einen Coup der Krankenkassen und forderten Laumann bereits auf, die Vergabe zu revidieren.

http://m.swp.de/ulm/nachrichten/politik/Privatfirma-soll-Kranke-beraten;art4306,3333346

14.7.

Kritik an Krankenhaus-Reform

(…)

„Bei einem Blick in den ersten Entwurf des Krankenhaus-Strukturgesetzes drängt sich uns die Frage auf, wie Krankenhäuser den hohen Ansprüchen künftig gerecht werden sollen“, betonen EvK-Geschäftsführer Heinz-Werner Bitter und Theo Freitag, Geschäftsführer der St. Elisabeth-Gruppe, zu der das Marien-Hospital gehört. Die Unterfinanzierung der Klinik-Investitionen stellten für die Krankenhäuser eine erhebliche Belastung dar. „Auch ein Teil der berechtigten Lohnerhöhungen der Mitarbeiter bleibt für die Krankenhäuser unterfinanziert“, so Freitag.

http://www.derwesten.de/staedte/witten/wittener-kliniken-kritisieren-geplante-krankenhausreform-id10882804.html#plx1169783058

14.7.15

Wiesbaden

„Als die HSK noch zu 100 Prozent in kommunaler Hand war, hatten 32 Prozent der Ärzte das Gefühl, dass ihre Gesundheit, zum Beispiel in Form von Schlafstörungen oder häufiger Müdigkeit, beeinträchtigt wird. Dies ist unter Helios auf 75 Prozent angestiegen“, berichtete der Marburger Bund am Montag. Also fühlen sich mindestens 75 Ärzte geschlaucht, etwa 20 Prozent der Belegschaft. (…) Zudem hätten etwa 80 Prozent angegeben, dass seit der Übernahme ärztliche Stellen in ihrer Abteilung abgebaut wurden.

(…) Erst im Frühjahr waren die HSK in der Presse: Die Leitung musste vor dem Beteiligungsausschuss des Stadtparlaments rechtfertigen, warum im vergangenen Jahr 90 000 Überstunden geleistet wurden.

http://www.fr-online.de/wiesbaden/wiesbaden-hsk-aerzte-klagen-ueber-stress,1472860,31222416.html

13.7.15

Retter am Limit

Kommt der Rettungswagen und der Notarzt zu spät, sterben Menschen. Deswegen gibt es für den Rettungswagen sogenannte Hilfsfristen, wann dieser vor Ort sein muss. Diese Fristen würden auf dem Land, so der Vorwurf, oft nicht eingehalten. Aus Kostengründen würden auch Notärzte eingespart und Rettungswachen geschlossen.

http://www.3sat.de/page/?source=/ard/sendung/182572/index.html

–> Sendedatum 17.7. 3Sat

13.7.15

Patient lag tagelang tot im Aufzug

Dies könnte daran liegen, dass der Fahrstuhl im hinteren Bereich des Krankenhauses hauptsächlich von Mitarbeitern benutzt wird. Die Reparatur dieses Aufzuges hatte deshalb offenbar keine Priorität.

http://www.n-tv.de/panorama/Patient-lag-tagelang-tot-im-Aufzug-article15503941.html

–> siehe dazu auch: Todesumstände in Gelsenkirchener Klinik bleiben mysteriös (derwesten.de, Artikel vom 14.7.) http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/todes-umstaende-in-gelsenkirchener-klinik-bleiben-weiter-mysterioes-id10882209.html

12.7.15

Fachkräftemangel: Vor allem Pflegekräfte gesucht

Besonders gesucht werden laut der „Welt am Sonntag“ qualifizierte Arbeitskräfte in der Gesundheitsbranche. Die Studie des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft, IW, habe ergeben, dass vor allem drei Bereiche betroffen sind: Der naturwissenschaftlich-technische, dem Mechatroniker und Zerspanungsmechaniker angehören. Klassische Handwerksberufe wie Sanitär-, Heizungs- und Klimatechniker. Und Gesundheitsberufe wie die Alten- und Krankenpflege.

http://www.br.de/nachrichten/fach-kraefte-mangel-100.html

10.7.15

Seniorenzentrum fehlen Pflegekräfte – Bewohner verlegt

Gladbeck. Akuter Pflegenotstand im Gladbecker Seniorenzentrum Cura. Viele Krankmeldungen. Anwalt des Betriebsrates spricht von Ängsten der Mitarbeiter.

(…)Von den über 30 Mitarbeitern im Cura Gladbeck sind seit Mitte/Ende Juni acht Pflegefachkräfte sowie drei Pflegehilfskräfte erkrankt. Hinzu kommt die Freistellung von zwei Mitarbeitern als Folge eines arbeitsrechtlichen Streits (WAZ berichtete). Drei Zeitarbeitskräfte helfen derzeit aus. „Dass so viele krank sind, ist reiner Zufall“, so die Einrichtungsleiterin.

http://www.derwesten.de/staedte/gladbeck/seniorenzentrum-fehlen-pflegekraefte-bewohner-verlegt-id10871297.html

–> das sind die, denen vorgeworfen wird, im Nachtdienst eine Stunde nicht erreichbar gewesen zu sein (siehe 4.5. 15. Originalartikel in der WAZ hier)

siehe auch 11.8.15 CURA-Prozess in Gladbeck geht in die nächste Runde / Originalartikel -WAZ – hier: http://www.derwesten.de/staedte/gladbeck/cura-prozess-in-gladbeck-geht-in-die-naechste-runde-id10978891.html#plx522577654

10.7. zdf morgenmagazin

Wir fordern Haltelinien – Interview mit Carsten Becker zum Pflegenotstand

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2444656/Pflege-Streik-Wir-fordern-Haltelinien

10.7.

Mängel in RP-Altenheimen: Nur wenige „echte“ Problemfälle im Land [Rheinland-Pfalz]

Rund 500 Überprüfungen, aber nur wenige „echte Problemfälle“. Das ist die Bilanz der rheinland-pfälzischen Heimaufsicht für 2014. Jüngst hat die Behörde aber zwei Aufnahmestopps verhängen müssen.

Ein zeitweiliger Aufnahmestopp gilt seit kurzem für Einrichtungen in Mainz-Finthen und in Piesport (Landkreis Bernkastel-Wittlich). Die Behörde kann sie anordnen, wenn sie Mängel erkennt.

http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/maengel-in-rp-altenheimen-nur-wenige-echte-problemfaelle-im-land/-/id=1682/did=15812132/nid=1682/1nfuq0b/index.html

–> 3.7. Mängel im Pflegeheim? Link zum Original HIER

 

9.7.15

Thüringen steckt in der Demografiefalle: Die neue Prognose der Bertelsmann-Stiftung sagt zwar einen etwas weniger schlimmen Einwohnerzahl-Rückgang als bisher voraus. Experten warnen aber vor Versorgungslücken in der Pflege für die hohe Zahl der Senioren.

http://www.insuedthueringen.de/regional/thueringen/thuefwthuedeu/Weniger-Einwohner-Land-droht-Pflege-Luecke;art83467,4200365

9.7.15

Die Duisburger Krankenhäuser protestieren vehement gegen das neue Krankenhaus-Strukturgesetz, das Anfang 2016 in Kraft treten soll. Es führt ihrer Meinung nach zu einer dauerhaften Unterfinanzierung. In einem offenen Brief, publiziert auch in unserer Zeitung, fordern sie die Bundestagsabgeordneten auf, gegen das Gesetz zu stimmen.
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/duisburger-krankenhaeuser-protestieren-gegen-geplante-reform-id10864796.html#plx721043991

6.7.15

Ein 78-Jähriger hat sich Ende September 2012 im Speisesaal des Bonner Altenheims an einem Stück Schnitzel verschluckt. Seitdem ist er ein Pflegefall. Seine Ehefrau hat die Einrichtung auf Schmerzensgeld verklagt. Ihre Chancen zu gewinnen stehen gut.

http://www.rundschau-online.de/bonn/anklage-gegen-bonner-altenheim-senior-verschluckt-sich-am-schnitzel,15185502,31138942.html

3.7.15

Hannover.

Aufnahmestopp für Pflegeheime verhängt

Immer mehr Pflegeheime haben große Probleme, Personal zu finden und die gesetzlich geforderte Fachkraftquote einzuhalten. Die städtische Heimaufsicht hat sich jetzt für einen harten Kurs entschieden und verhängt in solchen Fällen einen Aufnahmestopp.

Wird bei einer der jährlichen Prüfungen festgestellt, dass nicht jede zweite Betreuerin eine Fachkraft ist, wird das Heim mit einem sofortigen Aufnahmestopp sanktioniert. In dieser Woche traf es eine Dana-Senioreneinrichtung in der List.

http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Heimaufsicht-verhaengt-Aufnahmestopp-fuer-Pflegeheime

3.7.15

Infektionsrate von 15 Prozent bei Gehirnoperationen

Dementieren zwecklos: Im Skandal um verschmutzte OP-Bestecke der Uniklinik Mannheim gaben sich Verantwortliche bisher unwissend. Dabei waren die Hygienemängel bekannt.

http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2015-07/uniklinik-mannheim-keime-infektion

–> siehe dazu 5.6. Die Uniklinik Mannheim bekommt die Hygiene-Probleme nicht in den Griff (Artikel hier – Zeit.de)

–> siehe dazu 30.5. Patienten durch unsaubere Skalpelle gefährdet (Artikel hier – heilpraxis.net)

–> siehe dazu 17.3. Aufsichtsrat von Uniklinik Mannheim soll nach Hygieneskandal gehen – Originalartikel hier derwesten.de

3.7.15

Missstände im Piesporter Seniorenzentrum?

Teilweise komme man erst kurz vor 10 Uhr in die Zimmer und könne nicht richtig nachsehen, ob vorher schon jemand gefallen oder ob etwas anderes passiert sei, so die ehemalige Mitarbeiterin. Die Wunden würden nicht richtig versorgt. Es entstünden offene Wunden am Gesäß und man habe auch keine Zeit für die Bewohner. Viele Leute weinten, da sie merkten, „da ist jetzt nichts mit Nächstenliebe oder mit Fürsorge“, so die Frau weiter.

http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/traeger-ago-in-der-kritik-missstaende-in-piesporter-seniorenzentrum/-/id=1682/did=15767696/nid=1682/s6csgk/index.html

–> siehe auch: 10.7.15 Mängel in RP-Altenheimen: Nur wenig „echte“ Problemfälle. Originalartikel HIER

3.7.15

RT Deutsch traf sich mit dem Pflegehelfer Stefan und der Physiotherapeutin Louisa zum Interview. Das Fazit der beiden ist ernüchternd.

Zum Abschluss, ein Gedankenexperiment: Stellen wir uns vor, ihr seid nicht mehr 32 und 36, sondern 72 und 76 Jahre alt. Ihr wärt nun selbst gebrechlich und müsstet in ein solches Pflegeheim. Was wäre eure Reaktion darauf?

Stefan: Suizid.

Louisa: Tatsächlich haben wir das schon mehrmals zusammen besprochen. Auch mit anderen Bekannten und Freunden, die in dem Beruf tätig sind und der Grundtenor ist: „Bitte erschieß‘ mich bzw. gib mir eine Überdosis Morphium.“ Keiner von uns landet in so einem Heim, wenn wir es irgendwie verhindern können.

http://www.rtdeutsch.com/24829/headline/interview-pflegeheime-in-deutschland-zwischen-stullen-schmieren-und-arsch-abwischen/

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–> Juli 2015 Teil 2 Hier KLICK <–

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