Presse: Juli 2015 (Teil 2)

–> Juli 2015 Teil 1 HIER (KLICK) <–

31.7.

Pflegenotstand in Brandenburgs Altenheimen

Die Zustände im Seniorenzentrum Schloss Schmerwitz (Potsdam-Mittelmark) halten die Behörden seit langem auf Trab. Nun zieht das Land die Reißleine und untersagt dem Betreiber die Weiterführung. Ein drastischer Schritt, der sich in Zukunft noch häufiger ereignen könnte. Denn das Land steuert auf einen Pflegenotstand zu.

http://www.maz-online.de/Brandenburg/Pflegenotstand-in-Brandenburgs-Altenheimen

31.7.

[Ludwigsburg] Pflege erhöht Druck auf die Klinik

Bereits im Mai haben die 14 Mitarbeiter der Station die Reißleine gezogen und der Klinikenleitung zusammen mit Verdi ein Ultimatum gestellt. Dieses läuft nun aus.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.streit-im-ludwigsburger-krankenhaus-pflege-erhoeht-den-druck-auf-die-klinik.92ce2d6e-37e4-4d06-b7cb-02de6ae87470.html

30.7.

[Potsdam Mittelmark]

Land entzieht Altenheim die Betriebserlaubnis

Zu wenig Pfleger, schlechte Ausstattung, verunsicherte Bewohner: Als letztes Mittel in einem jahrelangen Kampf um die Zustände in einem Seniorenheim in Wiesenburg (Potsdam-Mittelmark) hat das Land der Seniorenheim Schmerwitz GmbH die Betriebserlaubnis entzogen.

http://www.maz-online.de/Brandenburg/Brandenburg-entzieht-einem-Seniorenheim-in-Potsdam-Mittelmark-wegen-katastrophaler-Zustaende-die-Betriebserlaubnis

30.7.

Mahnwache Klinikum Stuttgart

Es ist untragbar, dass teilweise eine einzelne Pflegekraft die nächtliche Betreuung der Patienten auf der Station sicherstellen muss – und das über mehrere Stockwerke!
Um dies zu bekräftigen, haben die KollegInnen zuletzt ein Ultimatum gestellt. Da weder dieses Ultimatum noch erneute Gespräche mit der Geschäftsführung zu einem Ergebnis geführt haben, machen die Beschäftigten jetzt ernst: Sie werden zukünftig nicht mehr bereit sein, in ihrer Freizeit spontan einzuspringen, um so den stetigen Personalmangel auf Kosten ihrer eigenen Gesundheit und Erholung aufzufangen. Daher haben die Kolleginnen und Kollegen jetzt veranlasst, dass ihre Telefonnummern für dieses „Holen aus dem Frei“ nicht mehr zur Verfügung stehen.

http://www.ludwigsburg.die-linke-bw.de/index.php?id=4623&tx_ttnews[tt_news]=17254&tx_ttnews[backPid]=4627&cHash=bd22d2a0ac

–> siehe dazu auch 31.7.2015: Pflege erhöht Druck auf die Klinik (Stuttgarter Zeitung online – Originalartikel hier)

29.7.

Stadtrat billigt Sparkonzept für Krankenhäuser

Der Münchner Stadtrat hat in der heutigen Vollversammlung das umstrittene Sanierungskonzept für die städtischen Kliniken mit großer Mehrheit abgesegnet.

Oberbürgermeister Dieter Reiter ist auch als Aufsichtsrats-Vorsitzender der städtischen Kliniken zufrieden mit den Vorschlägen. Ganz anders sehen das die Arbeitnehmer-Vertreter: Sie kritisieren vor allem die Personalpläne. Stellenabbau, weniger Lohn und gleichzeitig bessere Qualität – das gehe nicht zusammen. Die Vorschläge seien außerdem ziemlich unkonkret und hätten keine belastbaren Zahlen zur Grundlage.

Das bemängelt auch ein externer Gutachter, den die Stadtkämmerei beauftragt hat. Außerdem könne die Sanierung leicht teurer werden als geplant, die wirtschaftlichen Risiken würden unterschätzt.

http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/inhalt/klinikum-muenchen-sanierung-stadtrat-100.html

–> siehe dazu auch „Warnsignal für Krankenhäuser in ganz Bayern?“ (29.7.15): „Bundesweit macht jedes zweite Krankenhaus Verluste, heißt es in einer Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts (RWI) für Wirtschaftsforschung. Und das RWI schreibt, dass in Bayern überdurchschnittlich viele Kliniken insolvenzgefährdet seien. … Als Risikofaktor sehen es die RWI-Forscher, dass es in Bayern mehr kleine Krankenhäuser gibt als in anderen Bundesländern. Außerdem werden besonders viele Kliniken von Städten und Kreisen betrieben, die den Beschäftigten in früheren Jahren eine vergleichsweise großzügige Zusatzversorgung im Ruhestand zugesagt hatten.“ http://www.br.de/nachrichten/krankenhaus-staedtische-klinik-muenchen-100.html

27.7.

BERLIN. Demos gegen Personalabbau geplant

Einen massiven Personalabbau in der stationären psychiatrischen und psychosomatischen Versorgung fürchten Mitarbeiter Berliner Krankenhäuser. Darum wollen Ärzte und Pfleger jetzt regelmäßig auf die Straße gehen.

Einen massiven Personalabbau in der stationären psychiatrischen und psychosomatischen Versorgung fürchten Mitarbeiter Berliner Krankenhäuser.

Auslöser werde die Einführung des Pauschalierenden Entgeltsystems in der Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP) sein, warnen Ärzte. Grund sei das gleichzeitige Auslaufen der Psychiatrie-Personalverordnung (Psych-PV).

http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/berufspolitik/article/891131/psychiatrie-demos-personalabbau-geplant.html

27.7.

Klinikum Höchst: Krankenhaus halbiert sein Defizit

36 000 Patienten wurden in Höchst stationär versorgt – das sind 2,2 Prozent mehr als im Jahr davor. Hinzu kommen 80 000 ambulant betreute Patienten. Auch die Geburtszahlen sind weiter gestiegen …

Bei den Personalkosten hat das Klinikum rund eine Million Euro gespart und zwar durch Fluktuation und eine Wiederbesetzungssperre in bestimmten Bereichen. Am 31. Dezember 2014 beschäftigte das Krankenhaus 2054 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

http://www.fr-online.de/frankfurt/klinikum-hoechst-krankenhaus-halbiert-sein-defizit,1472798,31324136.html

26.7.

Augustinum: Tatort Altenheim

Bei Immobiliendeals des Augustinums wurden Millionenbeträge abgezweigt. Die Vernehmung eines Mitbeschuldigten liest sich wie ein Geständnis. (…)

Zwei ehemalige Führungskräfte des Augustinums und drei Immobilien-Unternehmer sollen, als 14 der 23 Senioren-Stifte des Sozialkonzerns den Eigentümer wechselten, in die eigene Tasche gewirtschaftet haben. Die Staatsanwaltschaft geht dem Verdacht nach, das Quintett habe, teils mithilfe eines Bauunternehmers, bei den Immobiliendeals im Wert von 728 Millionen Euro mehr als 35 Millionen Euro für sich abgezweigt.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/augustinum-tatort-altenheim-1.2582595

–> siehe dazu: 24.5.2015 „Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Millionendeals mit Seniorenresidenzen“ (Süddeutsche, Link zum Originalartikel HIER)

24.7.

[Berlin] Vivantes-Klinikum: Schwangere Frau im Krankenhaus abgewiesen – Baby stirbt

Wie die Zeitung „BZ“ berichtete, sei die 40-Jährige mehrfach von Mitarbeitern des Krankenhauses abgewiesen worden. Als Grund wurde ein überfüllter Kreißsaal angegeben. Erst als sich der Bruder der Schwangeren weigerte, zu gehen, sei die Frau untersucht worden. Dabei hätte eine Ärztin festgestellt, dass die Herztöne des Babys nicht mehr zu hören waren.

„Der Klinik ist ein Organisationsverschulden vorzuwerfen, da die Patientin unzureichend betreut wurde“, sagte Rechtsanwältin Ruth Schultze-Zeu, die die Familie vertritt, der Zeitung. Die Kriminalpolizei prüft derzeit, ob der Tod des Kindes auf Fremdverschulden zurückzuführen ist.

http://www.morgenpost.de/berlin/article205500765/Schwangere-Frau-im-Krankenhaus-abgewiesen-Baby-stirbt.html

24.7.

Wider Willen ruhig gestellt

„In diesen Fällen werden die Medikamente nicht verschrieben, um die Leiden der Patienten zu mindern oder ihre Krankheiten wirksam zu behandeln, sondern um Personal einzusparen und den Heimbetreibern höhere Gewinne zu bescheren“, sagt Glaeske. „Eine solche Ruhigstellung ist chemische Gewalt gegen Menschen.“

http://www.zeit.de/2015/30/pflegeheim-medikamente-beruhigungsmittel/komplettansicht

24.7.

Datenschützer prüfen Fragebogen der DAK

Dass die Krankenkasse DAK Gesundheit seit geraumer Zeit in großer Zahl Anträge auf Leistungen zur häuslichen Pflege ablehnt, stößt auf immer mehr Kritik. Der Fragebogen, mit dem die Kasse ermitteln will, ob nicht Angehörige oder Nachbarn die Aufgaben übernehmen könnten, ist ins Visier der Bundesdatenschützer geraten.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.haeusliche-krankenpflege-datenschuetzer-pruefen-fragebogen-der-dak.36083c4a-6910-4a89-bc11-732c456dbd52.html

–> siehe auch 18.7.2015 Care Konkret (via Facebook, hier)

21.7.

Statistik: 2013 arbeiteten rund 76.000 polnische Pflegekräfte in Deutschland

http://www.derwesten.de/politik/rund-76-000-polnische-pflegekraefte-in-deutschland-id10904040.html

20.7.

Fachkräftemangel in S[chleswig-]H[olstein]: Aufnahmestopp für Pflegeheime

Trauriger Rekordhalter ist bislang der Kreis Nordfriesland, wo die gesetzlich vorgeschriebene Fachkraftquote von 50 Prozent nur in knapp der Hälfte der Einrichtungen eingehalten wird.

Eine Folge: Einige Heime wurden von der Heimaufsicht durch Belegungsstopps sanktioniert. Davon betroffen ist auch die Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Westerland auf Sylt.

In Stormarn erfüllten 2014 von 94 Einrichtungen 17 die 50-Prozent-Quote nicht (18 Prozent). Hier wurden drei Belegungsstopps verhängt. Im Kreis Schleswig-Flensburg hatten 13 der 61 Pflegeheime zuwenig Fachkräfte (21 Prozent). Es wurden vier Belegungsstopps verfügt.

http://www.shz.de/schleswig-holstein/wirtschaft/fachkraeftemangel-in-sh-aufnahmestopp-fuer-pflegeheime-id10247531.html

18.7.

[Aichach]

Personalnot: Aichacher Krankenhaus nimmt nicht mehr alle Patienten auf

Notärzte sollen möglichst benachbarte Krankenhäuser ansteuern. Nur dringende Notfälle werden aufgenommen. Der Klinik-Geschäftsführer warnt: Das wird es noch öfter geben.

http://www.augsburger-allgemeine.de/aichach/Personalnot-Aichacher-Krankenhaus-nimmt-nicht-mehr-alle-Patienten-auf-id34822002.html

18.7. (Zeitpunkt der Meldung auf Facebook; Erscheinungsdatum unklar)

CareKonkret:

„Seit kurzem lehnt die DAK standardisiert Verordnungen (Anträge) zur Genehmigung von Leistungen der häuslicher (sic) Krankenpflege, die ein Arzt ausgestellt hat, der dementsprechend zuvor die Verordnungsvoraussetzungen gem. HKP-Richtlinie geprüft und eine medizinische Entscheidung getroffen hat, „präventiv“ ab. … HKP-Richtlinie. Dort ist geregelt, dass eine Kasse eine ärztliche Leistung bis zur Entscheidung über die Genehmigung zunächst bezahlen muss. Dem will sich die DAK entziehen, indem sie zunächst die Leistung ablehnt und dann erst in die Antragsprüfung einsteigt.“

Hinweis:

Begleitenden Kommentar sowie Kommentare anderer User beachten. Angeblich wird in den der Ablehnung beiliegenden Fragebögen dazu aufgefordert zu benennen, wer aus der Familie oder von den Nachbarn bestimmte pflegerische Leistungen wie ATS anziehen übernehmen könnte. Angeblich seit Jahren gängige Praxis bei diversen Krankenkassen wie z.B. AOK.

https://www.facebook.com/PflegepersonalaufdieStrasse/photos/a.527413524027651.1073741830.283584878410518/599728723462797/?type=1&theater

–> siehe dazu auch 24.7.2015  Datenschützer prüfen Fragebögen der DAK (Originalartikel hier)

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18.7.

Es handelt sich um die erste Schließung eines Pflegeheimes in Thüringen überhaupt. Betroffen sind derzeit 25 Bewohner, die zum größten Teil bereits in anderen Heimen der Region untergebracht worden sind. Den meisten der 16 Mitarbeitern droht die Arbeitslosigkeit.

http://aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de/2015/07/pflegestreik-den-brauchen-wir.html

Zum Pflegehim in Hüpstedt sind leider alle Artikel der Thüringer allgemeinen – Bezahlinhalte.

Darum hier ein paar nähere Infos:

17.7.

Das private Altenheim Dünwald in Hüpstedt im Unstrut-Hainich-Kreis habe mit sofortiger Wirkung seinen kompletten Geschäftsbetrieb eingestellt, berichtete die Zeitung „Thüringer Allgemeine“.Zu diesem Schritt habe sich die Betreiberfirma auf Anraten der Heimaufsicht des Landes Thüringen entschlossen. „Wir haben keine Möglichkeit gehabt, etwas dagegen zu machen, innerhalb einer Woche zu schließen“, erklärte Heimleiter Enrico Mieth der Zeitung.

In den vergangenen Monaten habe es immer wieder Beschwerden über die Qualität der Pflege in dem Heim gegeben, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf das Landesverwaltungsamt. …

http://www.swp.de/ulm/nachrichten/politik/Fachkraeftemangel-Pflegeheim-muss-schliessen;art4306,3336806

–> 18.7., 16.7.

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17.7.

Griechische Lehrlinge sollen Pflegenotstand lösen

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) will mit Lehrlingen aus Griechenland den eigenen Fachkräftebedarf sichern. Dem Arbeitsministerium in Athen wolle Ramelow ein Kooperationsangebot unterbreiten, bestätigte Regierungssprecher Alexander Fischer am Donnerstag in Erfurt.

http://www.welt.de/regionales/thueringen/article144113668/Griechische-Lehrlinge-sollen-Pflegenotstand-loesen.html?utm_content=buffer482ac&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer

16.7.

NDR: Dem Land droht der Pflege-Kollaps

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nordmagazin/Nordmagazin-kompakt,nordmagazin30534.html

16.7.

Fachkräfte fehlen – Pflegeheim in Hüpstedt muss schließen

Hüpstedt. Wegen des akuten Fachkräftemangels beim Pflegepersonal wird das Altenpflegeheim Dünwald in (Unstrut-Hainich-Kreis) mit sofortiger Wirkung komplett geschlossen.

http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Fachkraefte-fehlen-8211-Pflegeheim-in-Huepstedt-muss-schliessen-246973794

LEIDER Bezahlinhalt. Besser hier:

–> 17.7., 18.7.

–> Juli 2015 Teil 1 HIER (KLICK) <–

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