November 2015 (1)

–> November 2015 TEIL 2 HIER <–

11.11.

Im Nachtdienst versorgt eine Pflegerin 52 Bewohner

Für die Pflegekräfte bedeute dies „Stress pur“, sagte Studienleiterin Christel Bienstein dem Tagesspiegel. Mindestens 40 dieser 52 Bewohner benötigten nachts nämlich auch „direkte Unterstützung“ – sei es, dass sie regelmäßig umgelagert werden, Medikamente gespritzt bekommen oder zur Toilette begleitet werden müssten. Allein für die vorgeschriebene Handhygiene seien pro Nacht mindestens zwei Stunden zu veranschlagen.

http://www.tagesspiegel.de/politik/studie-zu-pflegeheimen-im-nachtdienst-versorgt-eine-pflegerin-52-bewohner/12575024.html

–> Siehe dazu: Ergebnisbericht der Uni Witten – HIER (vom 9.11.2015. Dort auch Link zum Original – pdf)

http://www.uni-wh.de/index.php?id=7057

9.11.

[Rheinland-Pfalz]

Wie dramatisch die Situation in manchen Alten- und Pflegeheimen der Region ist, zeigt eine Aussage der Polizei im Zusammenhang mit Vermisstenfällen. Demnach kommt es immer öfter vor, dass demente Senioren orientierungslos umherirren. Bei Stürzen in der Dunkelheit oder in einem kalten Winter kann das lebensgefährlich werden. Wegen der angespannten Situation in vielen Seniorenheimen falle die Abwesenheit der Demenzkranken oft erst Stunden nach deren Verschwinden auf

http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/rheinlandpfalz/rheinlandpfalz/Heute-im-Trierischen-Volksfreund-Pflegenotstand-in-der-Region-Wenig-Personal-und-nicht-belegte-Betten;art806,4362139

6.11.

Alle drei Beleg-Hebammen haben zum 30. November gekündigt. Das bedeutet momentan: Ab 1. Dezember kann im Kreiskrankenhaus nicht mehr entbunden werden. Damit es soweit nicht kommt, arbeitet der Chefarzt mit den Landkreis Passau Gesundheitseinrichtungen intensiv an einem Interimsdienstplan.

http://www.pnp.de/region_und_lokal/stadt_und_landkreis_passau/passau_land/1863205_Geburtshilfe-braucht-dringend-Nachwuchs.html

6.11.

In vielen Bereichen werden inzwischen neu eingestellte Beschäftigte in eine Tochter abgeschoben. Dort bekommen sie meist befristete Verträge ohne Tarifvertrag. Der Berliner Senat ist damit Vorreiter von Lohndrückerei durch Tarifflucht. Für die Sanierung der öffentlichen Kassen werden immer mehr Beschäftigte gezwungen zu Niedriglöhnen zu arbeiten.

Folgen der Sparpolitik

Hintergrund ist die ungenügende finanzielle Ausstattung der Krankenhäuser durch das Land Berlin.

https://lernenimkampf.wordpress.com/2015/11/06/vivantes-armutsloehne-sind-politisch-gewollt/

5.11.

Die Pflege in preiswerten privaten Heimen ist schlechter. Das ist das Ergebnis einer Studie der Privatuniversität Witten/ Herdecke. Generell sei die Qualität in privaten Pflegeheimen nicht so gut wie in Altenheimen, die von Kirchen oder anderen öffentlichen Trägern betrieben werden. Hier spiele der Preis auch keine solch große Rolle. Bei privaten Heimen werde die Pflege hingegen umso besser desto teurer die Einrichtung ist. Für die Studie wurden Daten der Qualitätsprüfung des medizinischen Dienstes von mehr als 10.000 Altenheimen ausgewertet.

(Kein weiterer Text, Link dient der Quellenangabe)

http://www.radioenneperuhr.de/ennepe-ruhr-kreis/lokalnachrichten/lokalnachrichten/archive/2015/11/05/article/-a6483eeeee.html?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter

–> siehe dazu: Original der Uni Witten,

veröffentlicht am 3.11.

„Profitorientierte Pflegeheime in Deutschland bieten im Vergleich zu nicht-profitorientierten Pflegeheimen insgesamt eine geringere Qualität. Gerade im unteren Preissegment pflegen die profitorientierten Pflegeheime schlechter als die nicht-profitorientierten. (…)“

http://www.uni-wh.de/aktuelles/detailansicht/artikel/pflegeheime-pflegen-schlechter-wenn-sie-profitorientiert-und-billig-sind-1/

5.11.

Massive Konkurrenz unter den Kliniken verstärkt vor allem den Druck auf Pflegekräfte

„Viele gehen nicht mehr in die Pause, da das Schuldbewusstsein zu groß ist, wenn sie wissen, dass nur eine andere Pflegekraft auf der Station ist“, schildert eine Pflegekraft die Auswirkung des Stellenabbaus, der seit Jahren schleichend betrieben werde. Mit dem Aussetzen der Pflegepersonalregelung, die bis zum Jahr 1990 bestimmte, wie viele Patienten ein Krankenpfleger betreuen kann, habe sich die Situation der Pflegekräfte immens verschlechtert. De facto kümmern sich seither immer weniger Krankenpfleger um immer mehr Patienten.

http://www.saarbruecker-zeitung.de/karriere/top-news/art354693,5954613

4.11.

Heim- und Pflegedienstleitung entlassen

[Creussen, Oberfranken] Zwei Mal sei das Albert-Schweitzer-Seniorenzentrum in Creußen vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen (MDK) überprüft worden. Beide Male habe die Prüfung Mängel aufgezeigt. Deshalb habe es nun keine Alternative zur Kündigung mehr gegeben, sagte Peter Schimpf vom Paritätischen Wohlfahrtsverband in Bayern dem Bayerischen Rundfunk.

http://www.br.de/nachrichten/oberfranken/inhalt/pflegeheim-creussen-leitung-entlassen-102.html

–> mehr dazu:

4.11.

Turbulente Zeiten im Pflegeheim

Auffallend: Laut Bericht haben die Bewohner das Pflegeheim außerordentlich gut bewertet. Schlecht schneidet dagegen Pflege und medizinische Versorgung ab. Peter Schimpf ist Vorsitzender beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Bayern: „Kritisiert wurde vor allem die Dokumentation.“

http://www.nordbayern.de/region/pegnitz/turbulente-zeiten-im-pflegeheim-1.4766070?searched=true

4.11.

Leiter der Berliner Heimaufsicht „Im schlimmsten Fall schließen wir das Heim“

Nachdem die Feuerwehr zu einem Pflegeheim in Rudow kommen musste, um die medizinische Versorgung von den 21 Bewohnern zu sichern, äußert sich der Leiter der Berliner Heimaufsicht.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/leiter-der-berliner-heimaufsicht-im-schlimmsten-fall-schliessen-wir-das-heim/12543362.html

–> siehe dazu: 2.11.

2.11.

Sie sah keinen anderen Ausweg mehr. Eine Pflegehilfskraft in einem Rudower Seniorenheim alarmierte am Sonntagvormittag die Feuerwehr, weil sie nicht in der Lage war, die Bewohner zu versorgen. 21 Menschen mussten von den Rettern medizinisch betreut werden. Das LKA ermittelt wegen des Verdachts der Vernachlässigung von Schutzbefohlenen.

http://www.bz-berlin.de/berlin/neukoelln/rudow-ueberlastete-pflegehelferin-ruft-feuerwehr

–> siehe dazu: 4.11. „Leiter der Berliner Heimaufsicht: Im schlimmsten Fall schließen wir das Heim“ (Originaltext Tagesspiegel HIER)

 

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